ADHS-Elterncoaching
Unterstützung für Eltern neurodivergenter Kinder
Ein Kind mit ADHS großzuziehen ist oft viel anstrengender, als Außenstehende verstehen. Viele Eltern erleben einen Alltag voller Konflikte, emotionaler Ausbrüche und ständiger Anspannung. Sie versuchen ruhig zu bleiben, konsequent zu sein, geduldig zu erklären – und trotzdem eskalieren Situationen immer wieder.
Vielleicht kennst du das:
– „Mein Kind rastet ständig aus.“
– „Mein Kind hört einfach nicht auf mich.“
– „Wir haben ständig Streit mit unserem ADHS-Kind.“
– „Ich versuche ruhig zu bleiben – aber irgendwann eskaliert es doch.“
– „Ständig muss ich mich für sein Verhalten entschuldigen.”
Mit einem neurodivergenten Kind erlebt man häufig Situationen, die Eltern peinlich sein können – auch wenn du eigentlich dachtest, da stehst du drüber. Aber du stehst ja mitten drin. Vielleicht fährt dann dein Kopfkino Achterbahn und du malst dir aus, was Andere über euch: “Die Eltern müssten strenger sein.” “Die Eltern müssten geduldiger sein.” “Das hätte es früher nicht gegeben.” “Was ist denn mit der Familie los?” “Die Eltern sind ja komplett überfordert!” “Das Kind ist aggressiv!” “Das Kind ist verzogen!” “Das Kind hat schlechten Einfluss auf mein Kind, ich will nicht, dass sie miteinander spielen.”
Es ist schrecklich. Ich fühle mit euch. Weil ich es als Mama eines Vollgas-ADHS-Kindes nur allzu gut kenne.
Vielleicht warst du schon bei der Erziehungsbratung, hast Ratgeber gelesen, hast Tipps anderer Eltern auspropiert. Viele Strategien, die bei neurotypischen Kindern funktionieren, greifen bei ADHS nur begrenzt oder gar nicht. Genau hier setzt mein ADHS-Elterncoaching an.
Warum rastet mein Kind mit ADHS so schnell aus?
Ein neurodivergentes Kind verändert die Familiendynamik grundlegend
ADHS ist keine Frage mangelnder Konsequenz – die Erziehung eines Kindes mit ADHS oder anderen Neurodivergenzen funktioniert grundlegend anders. ADHS betrifft zentrale neurobiologische Funktionen der Selbststeuerung (Exekutive Funktionen) wie:
– Impulskontrolle
– emotionale Regulation
– Frustrationstoleranz
– Aufmerksamkeit und Stressverarbeitung
Deshalb reagieren viele neurodivergente Kinder intensiver auf Anforderungen oder Frustration. Das zeigt sich zum Beispiel durch starke Wutausbrüche, schnelle Überforderung, Schwierigkeiten mit Übergängen oder Routinen. Das Verhalten eines Kindes mit ADHS entsteht nicht aus mangelndem Willen, sondern aus Schwierigkeiten in der Selbstregulation. Wenn Eltern das verstehen, verändert sich der Blick auf viele Konflikte.
Wir stärken primär die Beziehung zu deinem Kind – denn ADHS ist kein Erziehungsfehler.
Wir arbeiten weniger an Verhaltenskorrektur – sondern an neuen Handlungsmöglichkeiten.
Du bist die Veränderung, die dein Kind jetzt braucht!
Wie Eltern-Coaching funktioniert:
Im Elterncoaching schauen wir gemeinsam darauf, was hinter schwierigen Situationen steckt und welche Veränderungen im Alltag wirklich helfen können. Statt immer wieder zu versuchen, Verhalten zu kontrollieren, wird es möglich, das Umfeld und die Interaktion so zu gestalten, dass die Co-Regulation der Eltern und die Selbstregulation der Kinder besser gelingt. Du bringst als Elternteil das Thema, zum Beispiel konkreten Situationen aus eurem Familienalltag.
– emotionale Eskalationen, Wutausbrüche, aggressives Verhalten
– Überforderung im Familienalltag
– Struktur und Übergänge
– Schwierigkeiten deines Kindes in sozialen Situationen – und wie du damit umgehst
Wir schauen uns besonders die Dynamik im Hintergrund an und interpretieren sie neurobiologisch fundiert:
– Wie reagiert das Nervensystem deines Kindes auf Stress?
– Welche Rolle spielen Emotionen? Die deines Kindes. Und die von dir.
– Welche Situationen überfordern dein Kind besonders schnell? Wie reagierst du dann?
– Welche Strategien könnten besser zu eurem Alltag passen?
– Wenn du einen Wunsch frei hättest, wie wäre dann euer Familienalltag?
Gemeinsam entwickeln wir Ansätze, die realistisch umsetzbar sind und zu deiner Familie passen. Das Coaching wird in der Regel auch Psychoedukation oder beratende Elemente enthalten.
– Fundiertes Wissen über ADHS und seine neurobiologischen Grundlagen – insbesondere über das Zusammenspiel von Exekutivfunktionen, Emotionen und Selbstregulation bei Kindern
– Ein neurobiologischer Blick auf Verhalten: Wir schauen darauf, was im Nervensystem eines Kindes mit ADHS passiert, statt Verhalten nur als Erziehungsfrage zu betrachten
– Fokus auf typische Konfliktdynamiken im Familienalltag und darauf, wie emotionale Überforderung bei Kindern mit ADHS entsteht
– Unterstützung für Eltern dabei, wiederkehrende Muster zu erkennen und neue Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit ihrem Kind zu entwickeln
– Eine ressourcenorientierte Perspektive auf Neurodivergenz und Veränderungen, die im Alltag wirklich umsetzbar sind
Was meine Arbeit im Elterncoaching prägt
Ich bin Simone, dein
ADHS-Familiencoach
Ich bin selbst spät diagnostizierte Frau mit ADHS. Wie bei vielen Frauen wurde die Diagnose erst gestellt, nachdem mein älterer Sohn diagnostiziert wurde. Rückblickend ergaben viele biografische Bruchstellen plötzlich Sinn.
Diese eigene Erfahrung ist für mich kein Marketingaspekt – sondern eine zusätzliche Perspektive. Ich kenne das jahrelange Funktionieren, die hohe Selbstkritik und die emotionale Erschöpfung, die hinter äußerer Kompetenz oft verborgen bleibt.
Gleichzeitig kenne ich auch den Familienalltag mit einem Kind mit ADHS – die intensiven Emotionen, die Konflikte und die vielen verzweifelten Situationen, in denen Eltern sich fragen, was ihrem Kind wirklich helfen würde.
Meine Coaching-Ausbildung habe ich an der ADD Coach Academy (ADDCA) in den USA absolviert. Die Ausbildung ist akkreditiert durch die International Coaching Federation (ICF) sowie die Professional Association for ADHD Coaches (PAAC). In den USA ist ADHS-Coaching seit vielen Jahren professionalisiert und folgt klar definierten Standards.
Im Elterncoaching verbinde ich
– ADHS-Coaching nach internationalen Coachingstandards
– fundiertes Wissen über Neurobiologie und Selbstregulation
– ein differenziertes Verständnis von ADHS im Familienkontext
– und einen klaren Blick auf emotionale Dynamiken im Alltag von Eltern und Kindern
Mein Ziel ist es, Eltern dabei zu unterstützen, ihr Kind besser zu verstehen und neue Handlungsmöglichkeiten im Familienalltag zu entwickeln.
Mein Coaching-Ansatz
Du bist die Veränderung, die dein Kind jetzt braucht
Ich verfolge einen ressourcen- und lösungsorientierten Ansatz. Die Stärken stärken ist viel kraftvoller als der Blick auf die vermeintlichen Defzite. Ich möchte bei Eltern und Kindern ein größeres Verständnis für die komplexen Auswirkungen von ADHS auf das ganze Leben erreichen. Wer Symptome als Smptome erkennen kann, kann ihnen anders begegnen als vermeintlichen Charakterschwächen oder unkooperativem Verhalten. Ich finde es viel wichtiger die Stärken zu stärken, anstatt die vermeintlichen Schwächen auszumerzen. Aus fast jedem Teufelskreis lässt sich ein Engelskreis machen. Ehrlich.
Es sind doch Kinder! Unsere geliebten Kinder! Sie benehmen sich nicht so, weil sie uns ärgern wollen, sondern weil sie es mit ihrem neurodivergenten Gehirn wirklich nicht besser können. Natürlich dürfen sie noch sehr viel lernen, um in unserer Gesellschaft bestehen zu können. Und das werden sie auch. Aber es dauert länger und erfordert mehr Beziehung, Struktur, Regulation und Unterstützung von uns Eltern.
Wir sind die Erwachsenen. Wir tragen die Verantwortung und haben Zugang zu Wissen und wirksamen Methoden. Die Veränderung beginnt mit uns. Mit Mama und Papa. Du bist die Veränderung, die dein Kind jetzt braucht. Ich gehe mit dir diesen Weg.
Wie Eltern-Coaching abläuft
Elterncoaching kann sowohl mit einem Elternteil als auch mit beiden Eltern gemeinsam stattfinden. Manchmal ist es hilfreich, dass beide dabei sind, damit wir gemeinsam auf die Situation schauen und Strategien entwickeln können. In anderen Fällen beginnt das Coaching mit dem Elternteil, der sich intensiver mit dem Thema beschäftigen möchte.
Zu Beginn steht ein unverbindliches, kostenloses Erstgespräch. Dabei klären wir, welche Themen euch aktuell beschäftigen und ob ADHS-Elterncoaching für eure Situation sinnvoll ist.
Coaching ist ein sehr persönlicher Prozess, der auf Offenheit und Vertrauen beruht. Deshalb entscheiden nach dem Erstgespräch sowohl die Eltern als auch ich, ob wir gemeinsam arbeiten möchten. Wenn ich den Eindruck habe, dass ich euch mit Elterncoaching in eurer aktuellen Situation nicht weiterhelfen kann, werde ich das ehrlich sagen.
Mehr zum Ablauf des Coachings findest du hier:
Habe ich auch ADHS?
Wenn Eltern bei sich selbst ADHS-Muster erkennen
Viele Eltern beschäftigen sich intensiver mit ADHS, weil ihr Kind Unterstützung braucht. Im Verlauf stellen manche Mamas oder Papas fest, dass ihnen bestimmte Schwierigkeiten sehr vertraut vorkommen – etwa Überforderung durch zu viele Anforderungen, Schwierigkeiten mit Organisation oder das Gefühl, nur unter Druck zu funktionieren. Das ist nicht ungewöhnlich. ADHS hat eine starke genetische Komponente. Aktuelle Forschung geht davon aus, dass ADHS zu 70-80 Prozent vererbt wird.
Im Elterncoaching ist deshalb selbstverständlich auch Raum für Fragen, die direkt das Elternteil betreffen.
– Wie gehe ich selbst mit Stress und Überforderung um?
– Welche Strategien helfen mir als Elternteil im Alltag?
– Welche Strukturen funktionieren für unsere Familie?
Wenn Eltern ihr eigenes Nervensystem besser verstehen, verändert sich oft auch die Dynamik im Familienalltag.
Gruppen-Coaching für Eltern
Viele Eltern beginnen mit einem Einzelcoaching, weil sie zunächst ihre eigene Situation in Ruhe besprechen möchten. Gleichzeitig kann es sehr entlastend sein, sich mit anderen Eltern auszutauschen, die ähnliche Erfahrungen machen.
Deshalb plane ich zusätzlich Gruppencoaching-Formate für Eltern von Kindern mit ADHS.
In kleinen Gruppen entsteht oft eine besondere Dynamik: Eltern teilen Erfahrungen, lernen voneinander und merken schnell, dass sie mit ihren Herausforderungen nicht allein sind. Auch im Gruppencoaching arbeiten wir an konkreten Fragen aus dem Alltag.
Jede Session wird einem Hauptthema gewidmet, das so gut wie alle Eltern und Kinder betrifft. Bei Interesse am geplanten ADHS-Gruppencoaching für Eltern, schreib mir eine E-Mail, ich setze dich dann auf die Warteliste.
RAHMEN & KOSTEN
– 50 Minuten Online-Einzelcoaching
– Coaching von einem oder beiden Elternteilen
– 120 € pro Session
– Strukturierter Prozess
– Vertraulicher Raum
– Klare Zieldefinition
Wichtiger Hinweis
Coaching ersetzt keine Psychotherapie. Wenn bei Eltern oder Kindern eine starke psychische Belastung besteht – zum Beispiel durch Depression, Angststörungen oder andere psychische Erkrankungen – ist therapeutische Unterstützung wichtig.
Coaching kann in stabileren Phasen oder ergänzend sinnvoll sein.
FAQ
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Viele Kinder mit ADHS haben Schwierigkeiten mit emotionaler Regulation. Frustration oder Überforderung können deshalb sehr schnell zu starken Reaktionen führen. Das bedeutet nicht, dass dein Kind dich absichtlich provozieren möchte – oft ist das Nervensystem in solchen Momenten einfach überfordert.
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Kinder mit ADHS haben häufig Schwierigkeiten mit Impulskontrolle und Aufmerksamkeit. Sie können Anweisungen manchmal nicht sofort umsetzen oder verlieren sie schnell wieder aus dem Fokus. Das wirkt für Eltern oft wie Ungehorsam, hat aber häufig mit Selbststeuerung zu tun.
Es kann auch sein, dass dein Kind dich WIRKLICH nicht gehört hat – zum Beispiel wegen Hyperfokus oder Reizüberflutung. -
Viele Konflikte entstehen durch wiederkehrende Situationen im Alltag – zum Beispiel Hausaufgaben, Übergänge oder Überforderung. Im Elterncoaching schauen wir gemeinsam, welche Dynamiken hinter diesen Konflikten stehen und welche Strategien helfen können, Eskalationen zu reduzieren.
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Elterncoaching kann hilfreich sein, wenn der Familienalltag dauerhaft von Konflikten, Überforderung oder Unsicherheit geprägt ist. Viele Eltern suchen Unterstützung, wenn sie merken, dass sie immer wieder in ähnliche Situationen geraten und sich neue Perspektiven wünschen.
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In einer klassischen Beratung geht es oft darum, Informationen zu bekommen oder konkrete Empfehlungen für bestimmte Situationen zu erhalten.
Im ADHS-Elterncoaching arbeiten wir stärker an den Dynamiken im Familienalltag. Ausgangspunkt sind konkrete Situationen – zum Beispiel Konflikte, emotionale Eskalationen oder wiederkehrende Schwierigkeiten im Umgang mit eurem Kind.
Je nach Thema können dabei auch Elemente aus Beratung oder Psychoedukation eine Rolle spielen, etwa um ADHS besser zu verstehen oder neue Strategien kennenzulernen.
Der Unterschied liegt vor allem darin, dass Coaching nicht bei einzelnen Tipps stehen bleibt. Ziel ist es, neue Perspektiven zu entwickeln und passgenaue Veränderungen zu finden, die im Alltag tatsächlich funktionieren.